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Psychosoziale Bereiche

Angst/Panik Bautzen

Veröffentlicht am: 19.10.2021,      Kategorie: Psychosoziale Bereiche

Workshop in Struppen OT Naundorf vom 03.09. - 05.09.2021

Es war sehr schwer in der langen Coronazeit die Gruppe zusammenzuhalten. Ständig mussten wir uns an anderen Orten treffen und oft auch zu anderen Zeiten. Dennoch haben wir immer wieder versucht, den Kontakt untereinander zu halten und uns in schwierigen Situationen gegenseitig zu stützen. So war der Workshop, den wir in Naundorf bei Struppen durchführten, eine gute Gelegenheit, das Gruppenleben wieder zu festigen und verloren gegangene Fähigkeiten zu aktivieren.

Pünktlich Freitag setzten sich zwei Pkw in Bewegung und brachten die Gruppenmitglieder in unser gebuchtes Workshopquartier. Dort wurden die Zimmer bezogen. Da es Zweibettzimmer waren, wurde geklärt, wer mit wem dieses Zimmer teilt. So kamen schon viele Bedürfnisse, die geäußert werden mussten, zutage (Fenster offen oder zu, hell oder dunkel im Zimmer, schlafen mit jemandem der schnarcht). Alles musste bedacht werden. Aber ganz ohne Schwierigkeiten hat jeder den richtigen Zimmerpartner gefunden. 

Mit dem Lied "Froh zu sein bedarf es wenig" begannen wir diesen Workshop. Danach folgte Blitzlicht. Jeder Teilnehmer berichtete, wie es ihm im "HIER" und "JETZT" geht. Mit welchen Gedanken er zu diesem Workshop gekommen ist. Welche Wünsche hat er und welche Sicherheiten braucht er, um mit wenig Anspannung durch die Tage zu kommen. Danach wurde von den Gruppenmitgliedern gemeinsam das Abendbrot angerichtet und gegessen. Schon das war für einige ungewohnt. Für jemanden, der allein lebt, war es schön mal in der Gruppe zu essen. Anderen dagegen war die Tischrunde mit so viel Bewegung ungewohnt.

Für das Abendprogramm haben wir uns einen Spaziergang in der Umgebung vorgenommen. Danach gab es noch eine Gruppenspielrunde. Beendet haben wir den Tag mit der CD Traumreise. Es suchte sich jeder eine gute Position im Raum und versuchte zu entspannen, den Tag und die Anstrengungen loszulassen. 

Den Samstag haben wir mit Frühsport im Freien begonnen. Ein Gruppenmitglied gab Übungen vor, die alle nach ihren Möglichkeiten nachturnten. Dann ging es an den Frühstückstisch, der vorher schon gedeckt und vorbereitet wurde. Schon beim Essen wurde vieles besprochen und wir spürten, dass es ein gutes Miteinander war. Da wir schönes Wetter hatten, wurden auch die Wahrnehmung und Achtsamkeit ins Freie verlegt. Auf Blüten, Blättern und Bäumen war noch der Tau von der Nacht zu sehen. Das zu sehen und zu erfühlen war die Aufgabe dabei. Es wurden Spinnennetze mal ganz genau betrachtet. Auch der Boden unter den Füßen wurde intensiver wahrgenommen. Wir haben versucht, den Blick auf das gegenüberstehende Gruppenmitglied zu fokussieren und wieder ins Weite schweifen zu lassen.

Danach ging es in den für uns bereitgestellten Gruppenraum zur ersten Arbeitsstunde. Als Thema für diese Tage hatten wir uns "Was der Seele gut tut" festgelegt. Zum Einstieg schrieb jeder in seinen Workshophefter positive und negative Eigenschaften von sich selbst. War es immer gleich wie ich mich empfinde und wie das die Gruppe sah? Wir versuchten dann festzulegen, so wie ich bin, bin ich ok, mit all den Schwächen, Stärken und Meinungen werde ich angenommen. Genauer schauten wir uns folgende Fragen an:

  • Mit wem kann ich gut reden?
  • Wie werde ich aktiv?
  • Habe ich Freunde? Wenn nicht, voran liegt es?
  • Fällt es mir schwer, Fähigkeiten aufzufrischen oder neue zu lernen? 

Mit den Worten von Einstein: "Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim alten zu lassen und zu hoffen, dass sich etwas ändert" beendeten wir unsere lebendige, fast zweistündige Arbeitsrunde. Danach gab es eine Pause, die jeder für sich nutzte. 

Nach dem gemeinsamen Mittagessen trafen wir uns an den beiden Pkw. Wir hatten ein Konfrontationstraining auf die Festung Königstein geplant. Bis zum dortigen Parkhaus wurden wir gebracht und dann ging es zu Fuß nach oben. Nicht jedem ist es leichtgefallen. Für ein Gruppenmitglied war es eine körperlich große Anstrengung nach oben zu steigen. Für ein anderes war die Konfrontation mit vorbeilaufenden Hunden eine große Herausforderung. Beide haben es in der Gruppe, die auch immer Mut machte, geschafft. 

Dann ging es mit dem Fahrstuhl weiter bis zur Festung hoch. Durch Corona war der Betrieb des Fahrstuhls eingeschränkt. Aber mit ein paar netten Worten war der Fahrstuhlführer bereit, uns mit nach oben zu nehmen. Unterwegs kam jedoch von ihm die Frage, ob er auch den Fahrstuhl mal kurz anhalten soll. Doch hier hat er wohl die Angst von uns allen gespürt. Wir waren froh als wir oben angekommen sind und alle wieder aussteigen konnten. Schön war auch, dass er uns im Fahrstuhl von der Maskenpflicht befreite. Wir konnten in dieser Situation die Erfahrung machen, dass es auch Mitmenschen gibt, die unsere Störung nicht abwerten.

Nach einem gemeinsamen Rundgang mit eingebauten Konfrontationen gönnten wir uns eine Kaffeezeit. Dann ging es zurück zum Pkw und in unser Quartier. Nach einer kurzen Pause führten wir Übungen aus der Erlebnispädagogik durch. Diese sollten unsere Gruppendynamik festigen. So musste ein Ball mit kleinen Dachrinnenstücken über und unter Hindernissen in ein Ziel gebracht werden. Es mussten Bälle vor, hinter und entgegengesetzt vom Körper durchgegeben werden. Dabei gab es auch viel zu lachen. 

Nun war es schon ganz schön spät und es ging zum Abendbrot. Alle halfen und so war es schnell angerichtet. Es wurde viel erzählt, ausgetauscht und so war schnell eine Stunde rum. Wir haben uns die Zeit für uns einfach gegönnt. In unserer Abendrunde wurde der Tag ausgewertet. Jeder hatte etwas erreicht und konnte sich selbst auf die Schulter klopfen. Mit unserer Traumreisen-CD beendeten wir zufrieden diesen Tag. 

Der Sonntag begann wieder mit einem Morgensport. Jeder Teilnehmer durfte sich eine Übung wünschen und so waren alle Lebensgeister wieder geweckt. Nach dem Frühstück führten wir eine Übung zum Anspannen und Entspannen durch. Ein Ball wurde auf einem Schwungtuch in Bewegung gebracht. Er sollte kreisen, diagonal oder nach oben gebracht werden. 

Nun stand die zweite Gruppenrunde an und wir beschäftigten uns mit den Fragen:

  • Welche Menschen tun mir gut?
  • Was kann ich kreatives tun?
  • Wie kann ich entspannen?
  • Gelingt es mir um Hilfe zu bitten?

Zuletzt die Frage "Was bedeutet es auf mich aufzupassen?". Vieles wurde zusammengetragen was ich selbst für mich tun kann, damit es mir gut geht. 

Nach dieser Runde führten wir noch ein Blitzlicht durch. Es wurde die Frage gestellt: "Haben sich meine Erwartungen erfüllt und was hätte anders laufen können?". Von der Gruppe kam das Fazit:

  • es war eine gelungene Aktivität
  • wir konnten uns mit anderen Meinungen und Sichtweisen der Gruppenmitglieder intensiv auseinandersetzen
  • untereinander haben wir uns intensiver kennengelernt
  • die Vielfalt von Austausch, Bewegung und Wahrnehmungen füllten die Tage gut aus
  • gemeinsames Lachen hat uns allen sehr gut getan
  • es war intensiv und konstruktiv.

Als Anregung kam der Wunsch für ein noch intensiveres Arbeiten einen Therapeuten zu gewinnen.

Danke an alle Gruppenmitglieder für die schöne gemeinsame Zeit.

Danke, dass jeder mitgeholfen hat, dass der Tisch immer reichlich gedeckt war.

Danke für das Lachen miteinander.

Danke aber auch der AOK Plus für die Unterstützung, die unser Projekt erst möglich machte.

 

Trommelworkshop am 26.06.2021

Am 26.06.2021 führte die Angst und Panik Selbsthilfegruppe einen gemeinsamen Trommelworkshop mit vier weiteren Gruppen psychischer Erkrankungen durch. 

Es war ein großes Erlebnis für alle, nach der langen Coronazeit wieder etwas zusammen zu unternehmen und zu erleben.

Ab 9.00 Uhr gab es eine Zeit des "Ankommens". Es gab Kaffee und einen kleinen Snack. Um 9.30 Uhr ging es dann los. Herr Spencer, den wir schon von dem vergangenen Workshop kannten, eröffnete mit einer kurzen Einführung. Der größte Teil war in den letzten Jahren schon dabei und so brauchte er nicht allzu viel erklären. Jeder suchte sich die Trommel raus, die zu ihm passte. 

Es wurde zwischendurch auch immer wieder gewechselt. Es wurde erforscht, welche Klänge und Töne konnten wir dem Instrument entlocken. Es dauerte nicht lange und wir fanden uns taktmäßig zusammen. Die Wahrnehmung hören, sehen und fühlen wurde bei allen sofort aktiviert. Jeder Spieler gab einen unterschiedlichen Takt an, den alle dann nachspielen sollten. Es gab kein "Richtig" oder "Falsch", es ging nur darum miteinander etwas zu tun.

Mit verschiedenen orffschen Instrumenten experimentierten wir dann weiter und versuchten unterschiedliche Klänge harmonisch zusammenzustellen.

Dann gab es eine kurze Erholungspause.

Gerade Personen mit psychischen Erkrankungen fällt es oft schwer, Gefühle auszudrücken. Wir probierten wie sich Antriebslosigkeit anfühlt. Das kannten aus den vergangenen Wochen viele Teilnehmer und so war es nicht schwer dies auszudrücken. Auch das Gefühl Angst, Panik und Mutlosigkeit war nicht schwer. Jeder versuchte seine innere Mitte dabei zu finden. Das Gefühl von Ärger steigerten wir bis zur Wut. Es war für viele Teilnehmer erstaunlich, wie viel unterdrückte Wut so rausgelassen werden kann. Eine Teilnehmerin brach in Tränen aus. Sie hatte gelernt, dass Wut etwas sehr Böses ist und unterdrückte sie im "Hier" und "Jetzt". So schwierig es für sie war, auch mit sehr viel Angst untermauert, konnte sie jedoch feststellen, dass auch das Gefühl nach einer Zeit wieder abflacht und es erlösend ist, es auch zuzulassen.

Mit dem Gefühl "Freude" beendeten wir diese Übung. Es war sehr erstaunlich, wie schnell Freude weitergegeben wird und so entstand schnell ein einheitlicher Rhythmus und der Ausdruck sowie die Körperhaltung zueinander war freundlich und zugewandt.

Im letzten Teil versuchte jeder sich in einem vorgegebenen Takt zu integrieren. Wie kann ich den Schlagrhythmus verändern und trotzdem in dem Grundtakt bleiben. Es wurde ausprobiert mal laut, mal leise zu spielen und aufeinander zu hören.

Zum Schluss hat sich jeder die Frage gestellt, wie habe ich mich dabei gefühlt? Es kamen Antworten wie:

  • ich konnte mal alles Belastende vergessen
  • ich habe meinen Kopf frei bekommen
  • es war schön, Gemeinsamkeit zu spüren
  • ich konnte offen sein, nicht in mich eingesperrt
  • ich konnte mich ausprobieren und habe gemerkt, dass etwas in mir steckt
  • ich möchte so etwas wieder tun, es war eine gute Erfahrung.

Zufrieden konnten wir den Workshop beenden.

Ausklingen ließen wir ihn mit einem gemeinsamen Brunch. Jeder hatte etwas mitgebracht und das wurde zu einem kleinen Buffett zurechtgestellt. Dabei konnten sich die Gruppenmitglieder noch etwas besser kennenlernen und austauschen.

Es war wieder eine gelungene Aktivität und wir möchten uns bei der AOK für die finanzielle Unterstützung bedanken. Aber auch bei allen Beteiligten für die gute gemeinsame Zeit, für die Organisation von Räumen, dem Essen und allen anderen Vorbereitungen.

 

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Angst/Panik Hoyerswerda

Veröffentlicht am: 19.10.2021,      Kategorie: Psychosoziale Bereiche

In Hoyerswerda werden noch Gleichgesinnte für eine neue Selbsthilfegruppe "Angst/Panik" gesucht. Die Selbsthilfgruppe möchte gegenseitige Unterstützung im Alltag geben und den Umgang mit der Krankheit trainieren und lernen.

Die SHG Angst/Panik Hoyerswerda ist über das Büro der SKS in Hoyerswerda, Frau Bramborg, Tel. 03571/408365 oder E-Mail: sks-hoyerswerda@diakonie-st-martin.de zu erreichen.

 

Treffen Monat Oktober 2021

Montag 25.10.21 10.00 Uhr

 

Treffen Monat November 2021 

Montag  08.11.21  10.00 Uhr 
 Montag 22.11.21  10.00 Uhr 

 

Borderline Bautzen

Veröffentlicht am: 19.10.2021,      Kategorie: Psychosoziale Bereiche

Sind Sie weiblich und haben eine diagnostizierte Borderline oder eine Persönlichkeitsstörung und möchten aktiv daran arbeiten, um den Alltag besser zu bewältigen, so bieten wir Ihnen die Hilfe in einer Selbsthilfegruppe an.

Für ratsuchende Angehörige stehen wir auch für ein informatives Gespräch gern zur Verfügung.

Wir treffen uns jeden Freitag um 16.00 Uhr.

Kontakt über die Selbsthilfekontaktstelle: 03591/3515863.

weitere Informationen

 

Jahresbericht 2020

Es war für die Gruppe ein sehr schweres Jahr. Bedingt durch Corona ist viel Unruhe gewesen. Schon am Anfang, im März, fiel unser gewohnter Versammlungsraum weg und wir mussten uns ständig auf andere Örtlichkeiten einstellen.

Wir haben versucht die Abstände auf zwei Wochen zu legen, aber weil der größte Teil der Gruppe in ein Tief gefallen ist, haben wir mit Krisenstunden begonnen.

Gerade bei dem Krankheitsbild ist eine große Instabilität vorhanden. Das Zwischenmenschliche bzw. eine Beziehung (Arbeit, Partner, Familie) ist ohne das Spiegeln von der Gruppe schwer oder nur mit starken Konflikten möglich. Auch in den Gruppenstunden kommt es durch Auslöser immer wieder zu Auseinandersetzungen. 

Da es aber eine gefestigte Gruppe ist, kann gut damit gearbeitet werden. Telefonisch stehen wir untereinander und auch mit einer Therapeutin aus Köln in Verbindung. Sie betreut auch den jährlichen 3-tägigen Workshop mit der Gruppe. Das ist für uns eine große Hilfe und wir bekommen auch im Verlauf des Jahres immer wieder Aufgaben von ihr. Sie spiegelt auch aus der Ferne unsere Gruppendynamik.

Unsere Treffen finden einmal wöchentlich für 3 Stunden statt. Bei sehr starker Unruhe versuchen wir über die Achtsamkeit oder Selbstwahrnehmung unseren Körper zur Ruhe zu bekommen. Das gelingt mal besser oder weniger gut. Es werden belastende Probleme der vergangenen Woche angesprochen. Wir betrachten sie von verschiedenen Gesichtspunkten und sagen unsere Meinung dazu. Den Lösungswerg muss jeder für sich finden und Entscheidungen treffen, die für ihn selbst stimmig sind.

Im März 2020 haben wir unsere Gruppe in der Sozialschule Rothenburg vorgestellt. Es war schon erstaunlich, wie viele Fragen dabei aufgetaucht sind. Da auch ein paar betroffene Schüler dabei waren, entstanden gleichermaßen viele Einzelgespräche. Wir haben uns gefreut, dass so viel Interesse bestand.

Zusammen mit anderen Selbsthilfegruppen beteiligten wird uns auch am Trommelworkshop in Bautzen. Auch das war eine gelungene Aktion, da viele das Trommeln aus Kliniken kennen und es auch beim Workshop mit integriert wird.

Zum Selbsthilfetag in Bautzen haben wir einen großen Thementisch gestaltet und dieser wurde gut besucht und angenommen. Da zwei Berufsschulklassen mit dabei waren, sind wir auch dort auf reges Interesse gestoßen.

Den diesjährigen Workshop gestalteten wir in Mortka. Da wir diesmal durch die Reisebeschränkung mit der Therapeutin nur übers Internet verbunden waren, haben wir diesen ohne Übernachtung durchgeführt. Das Konfliktpotenzial wäre einfach zu groß gewesen. Es war jedoch für uns eine neue Erfahrung auch so zu arbeiten.

Um so mehr freuen wir uns, das im nächsten Jahr wieder alles wie gewohnt zu gestalten. All das, was wir in diesem Jahr nicht machen konnten, wurde verschoben.

Da wir von den Geldern etwas übrig hatten, haben wir für die Gruppe auch einige neue Bücher gekauft.

Wir sind froh und dankbar, dass wir das schwierige Jahr so gemeistert haben. Wir sind auch stolz, dass es diese Gruppe nun schon seit dem Jahr 2000 gibt. Das ist schon etwas ganz Außergewöhnliches bei diesem Krankheitsbild.

Mit gleichen Gruppen in einen Austausch zu treten ist uns noch nicht gelungen, da zwar viele Gruppen ins Leben gerufen werden, aber diese oft schon nach einem Jahr wieder in Auflösung sind.

Wir möchten den Kassen danken, dass wir mit ihrer Unterstützung so ein aktives Gruppenleben gestalten können.

 

Bericht über Trommelworkshop in Bautzen

Am 05.09.2020 führten die Selbsthilfegruppen Depression, Borderline-Persönlichkeitsstörung, Soziale Phobie und Angst und Panik einen gemeinsamen Trommelworkshop durch.

Pünktlich um 10.00 Uhr ging es los. Wir haben dazu Herrn Spencer aus Hoyerswerda eingeladen. Er stellte uns die verschiedenen Trommeln vor und zeigte uns wie diese gespielt werden. Jeder konnte sich dann ein Instrument aussuchen und sich darauf versuchen. Es sollte zur Person passen. Bei Bedarf konnte es auch getauscht werden.

Einige Gruppenmitglieder hatten vom vergangenen Workshop ihre Erfahrungen und so fiel es den anderen leichter, sich einzubringen. Jeder spielte so gut er konnte, es gab kein "Richtig" oder "Falsch" sondern es ging nur um die Freude und um ein Miteinander.

Vieles wurde ausprobiert. Jeder sollte einen Takt vorgeben, der von allen nachgespielt wurde. Es wurde laut und leise gespielt. Wir versuchten alle einen Takt durchlaufend mitzuspielen, aber es konnte auch jeder diesen verändern. Das förderte die Gemeinschaft und eine Verbundenheit untereinander.

Dann stellten wir die Trommeln zur Seite und Herr Spencer gab jedem ein Instrument das in die Kategorie der Orffschen- bzw. Percussion Instrumente zählt. So kamen zum Beispiel Klanghölzer, Triangel, Glocken und Schellen zum Einsatz. Mit geschlossenen Augen versuchte sich jeder mit verschiedenen Tönen in einem Spiel mit einzubringen. Dabei wurden die Achtsamkeit und die Wahrnehmung bei uns aktiviert. Durch die unterschiedlichen Instrumente entstand ein Geräusch wie in einem Urwald. Es wurde sogar gewagt Tierstimmen zu kopieren. Selbst Herr Spencer war erstaunt was wir hier gemeinsam zustande gebracht haben. Es war auch eine Übung, die Entspannung in uns auslöste, die wir auch spüren konnten.

Danach ging es wieder an die Trommeln und darum Gefühle und Emotionen auszudrücken. Wie soll das aber funktionieren, haben sich einige Teilnehmer gefragt und waren erstaunt, wenn sie sich darauf einlassen konnten. Bei dem Gefühl "Gelassenheit" war jeder in sich gekehrt und suchte seine Mitte. Wut und Ärger wurden durch lautes und starkes Trommeln ausgedrückt, es wurde etwas losgelassen. Und dieses auf eine Art und Weise, die keinem schadet. Erstaunlich war, dass beim Gefühl "Freude" erst alle allein versuchten es irgendwie zu erreichen, aber das immer mehr in den gleichen Takt kamen, sich aufrichteten und in die Runde durch Lächeln Kontakt aufnahmen. Ich denke das sind auch drei gute Erfahrungen die jeder mitgenommen hat.

Zur Lockerung versuchten wir ein Gewitter darzustellen. Blitz, Donner und Regen wurden auf die Trommeln übertragen. Um wieder etwas zur Ruhe zu kommen, teilte Herr Spencer dann die Boomwhackers aus. Das sind Plasterohre, die durch verschiedene Längen, unterschiedliche Töne durch Anschlagen erzeugen. Mit diesen konnten wir ganz präzise Rhythmen schlagen und kamen wieder in einen schönen gemeinsamen Einklang.

Im letzten Teil sollte jeder mal versuchen ein Stück Gruppenleitung zu übermehmen. Es sollte immer ein anderes Gruppenmitglied in den Kreis gehen um das Spielen zu unterbrechen und wieder neu beginnen. Es war eine große Leistung von den Teilnehmern der SHGn, dass sich auch welche trauten, die sonst sehr still und angepasst in den Gruppen sind.

Zum Abschluss gab es noch einmal einen richtigen Trommelwirbel. Jeder gab nochmal alles um einen guten Abschluss zu finden.

Für das gemeinsame Mittagessen und Kaffeetrinken brachte jeder von den Gruppenmitgliedern etwas mit und Frau Metasch bereitete daraus ein schönes Buffet an dem sich jeder bedienen konnte.

Ganz herzlichen Dank bei allen die mitgewirkt haben, dass wir gemeinsam diesen schönen Tag erleben durften. Es hat uns gezeigt, dass wir mit unseren Störungen nicht allein sind und gemeinsam viel bewirken können.

Depression II Hoyerswerda

Veröffentlicht am: 19.10.2021,      Kategorie: Psychosoziale Bereiche

Treffen Monat November 2021

Mittwoch 17.11.21 16.30 Uhr
Mittwoch 24.11.21 16.30 Uhr

Depression III Hoyerswerda

Veröffentlicht am: 19.10.2021,      Kategorie: Psychosoziale Bereiche

weitere Informationen

Gruppentreffen finden - wenn nicht anders angegeben - im Haus Bethesda, Schulstraße 5 in Hoyerswerda statt.

Treffen Monat November 2021

Montag  01.11.21 16.30 Uhr 
Montag 15.11.21 16.30 Uhr
Montag 29.11.21 16.30 Uhr

 

Psychisch Kranke Hoyerswerda

Veröffentlicht am: 19.10.2021,      Kategorie: Psychosoziale Bereiche

Treffen Monat Oktober 2021

Dienstag 19.10.21 16.00 Uhr

 

Treffen Monat November 2021

Dienstag  02.11.21  16.00 Uhr
Dienstag 09.11.21 16.00 Uhr
Dienstag 23.11.21 16.00 Uhr
Dienstag 30.11.21 16.00 Uhr

 

Gruppentreffen finden im Haus Bethesda, Schulstraße 5 in Hoyerswerda statt.

 

 

 

Psychosomatische Störungen Hoyerswerda

Veröffentlicht am: 19.10.2021,      Kategorie: Psychosoziale Bereiche

Treffen:    14-tägig, Montag der ungeraden Kalenderwochen von 19.00 bis 21.00 Uhr, Raum Theaterboden

Ort:         Kulturfabrik Hoyerswerda e. V. im Bürgerzentrum Braugasse 1, 02977 Hoyerswerda

 

 

Soziale Phobie Gesprächskreis

Veröffentlicht am: 19.10.2021,      Kategorie: Psychosoziale Bereiche

Treffen

Die Gruppe trifft sich an jedem 2. und 4. Donnerstag im Monat um 16.00 Uhr im Frauenzentrum in der Karl-Marx-Straße 7 in Bautzen.

Weitere Betroffene sind herzlich zu den kostenlosen Treffen willkommen.

Sollten Sie noch Fragen haben, melden Sie sich bitte im Büro der Selbsthilfekontaktstelle, Tel. 03591/3515863 oder E-Mail: sks-bautzen@diakonie-st-martin.de.

weitere Informationen

Bericht Selbsthilfegruppe Soziale Phobie und Angst

Schwerpunkt:    

- Konfrontationstraining
- mit Ängsten umgehen lernen
- Gefühle aushalten

Unsere Selbsthilfegruppe hat sich das Ziel gesetzt, mit dem Zug nach Dresden zu fahren, um das DDR-Museum zu besuchen.

Konfrontation bedeutet zu üben, mit bestimmten Situationen umgehen zu können, statt sie zu vermeiden. Das Leben von Soziaphobikern ist geprägt von Ängsten im Ungang zu Mitmenschen und bestimmten Situationen. Sie leiden unter Minderwertigkeitskomplexen, geringem Selbstwertgefühl, Versagensängsten und benehmen sich überangepasst, um nicht negativ aufzufallen. Das führt zu einer hohen körperlichen Anspannung, zu Herzrasen, Zittern, Erröten, Übelkeit und Ähnlichem. Im Vordergrund steht die Angst, dass Andere diese Symptome bemerken könnten. Das auszuhalten ist sehr schwierig, weshalb solche Situationen lieber vermieden werden.

Die Mehrzahl in unserer Gruppe ist Jahrzehnte nicht mehr mit dem Zug gefahren und trauen es sich allein nicht zu. Die Gruppe gibt uns etwas Sicherheit, es gemeinsam auszuhalten und bisherige Vermeidungen zu bewältigen. Noch bevor der Zug einfuhr, bemerkten wir bei einigen Teilnehmern starke Nervosität. Darauf angesprochen, wurde die Angst deutlich, dass der enge Kontakt im Zug mit fremden Menschen ein großes Problem darstellt. Ein Schlüsselerlebnis ergab sich, als jemand aus der Gruppe zur Toilette musste. Den schmalen Gang entlang und an den fremden Menschen vorbei war schon eine Herausforderung aber dann stand derjenige vor der Toilettentür und bekam sie nicht auf. Er merkte, wie er hochrot wurde und zu zittern anfing weil das so peinlich war. Die Gedanken waren, alle schauen auf mich, ich bin zu dumm, diese Tür aufzubekommen. Eine Frau sagte dann, dass man die Tür aufschieben muss und er ist in den Toilettenraum förmlich geflüchtet, um sich zu beruhigen.

Im Museum selbst hatten wir Angst das Ticket zu bezahlen. Es könnte ja irgendetwas falsch gemacht werden. Aber dann kamen so viele positive Eindrücke auf uns zu im Austausch mit den Anderen: "Kannst du dich daran erinnern", "Schau mal da" und "Kennst du das noch". Wir waren alle abgelenkt und haben in Erinnerungen geschwelgt. Diese Gefühle zuzulassen war eine schöne Erfahrung für uns alle. Sie ließ uns eine Zeit lang unsere Ängste vergessen. Wir waren gelöst und beim Verlassen des Museums erstaunt, wie gut wir die bisherigen Konfrontationen gemeinsam bewältigt haben. 

Die nächste Herausforderung war es, ins Cafe zu gehen und einen kleinen Imbiss einzunehmen. Schon beim Eintreten und bei der Platzwahl kamen wir wieder ins Schwitzen, das Herz raste und das Sprechen fiel schwer. In der Öffentlichkeit dann zu essen und zu trinken war für einige Teilnehmer sehr schwierig. In der Gewissheit, dass es einigen aus der Gruppe ähnlich geht, haben sich alle darauf eingelassen. Gemeinsam konnten wir den Kaffee genießen.

Die Rückfahrt haben wir genutzt um uns auszutauschen, über Empfindungen und Eindrücke zu reden. Es war für jeden einzelnen Teilnehmer eine neue Erfahrung, Ängste auszuhalten, sich diesen zu stellen und dadurch Freude, Genuss und Stolz auf die Bewältigung zu empfinden. Es wurde allen deutlich, wie wichtig uns die Gruppe, deren Zusammenhalt und dieses Konfrontationstraining ist. Es ist ein langwieriger Prozess, diese erlernten Vermeidungshaltungen aufzugeben, um zukünftig Konfrontationen allein zu bewältigen. Um so wichtiger ist es für uns alle, gemeinsam weiter daran zu arbeiten.

 

 

Trauercafe Sohland an der Spree

Veröffentlicht am: 19.10.2021,      Kategorie: Psychosoziale Bereiche

Am 1. Donnerstag im Monat von 16.00 bis 18.00 Uhr treffen wir uns im Evangelischen Kirchgemeindehaus Sohland a. d. Spree, Am Markt 17 (hinter dem Pfarrhaus).

Nächstes Treffen:  04.11.2021

Thema:  Erfahrungsaustausch

Willkommen sind alle, die mit einem Verlust leben müssen, zu Gespräch, Austausch und gegenseitigem Beistand.

Wir bitten um telefonische Anmeldung unter Tel. 035936/37750.

 

 

 

 

Trauerkreis Bautzen

Veröffentlicht am: 19.10.2021,      Kategorie: Psychosoziale Bereiche

Treff:  16.00 - 18.00 Uhr im Haus der Diakonie in der Karl-Liebknecht-Straße 16 in Bautzen

Offenes Angebot "Trauercafe" mit gemeinsamen Gesprächen für Trauernde. Parallel dazu findet der Kindertrauerkreis statt. Herzliche Einladung.

Für einen persönlichen Kontakt wählen Sie bitte Tel. 03591/481624, Diakonie Bautzen

Informationen SHG: Tel. 035938/50875