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Psychosoziale Bereiche

Angst/Panik Bautzen

Veröffentlicht am: 10.05.2022,      Kategorie: Psychosoziale Bereiche

Jahresbericht 2021

Das Jahr 2021 war für die Gruppe ein schweres Jahr. Wie schon im vergangenen Jahr konnten wir unseren Gruppentherapieraum nicht nutzen. Er ist in einem Altenheim und zum Schutz der darin lebenden Bewohner durften wir das Heim nicht betreten. Die ersten Monate überbrückten wir so im Raum der Kontaktstelle, der aber nur begrenzt genutzt werden konnte. 

Wir waren sehr froh, dass wir ein Gruppenmitglied auf dem Land haben. Bei ihr konnten wir eine große Glasveranda nutzen die an ihrem Haus ist. So konnten wir uns wenigstens in Abständen treffen. Für einige Gruppenmitglieder war es schwer sich ständig auf einen anderen Ort bzw. auch Zeit einzustellen. So blieb uns manche Woche nur der telefonische Kontakt, der in dieser Zeit auch sehr genutzt wurde.

Überglücklich waren wir, dass wir unseren Trommelworkshop am 26. Juni nach zweimaligem Verschieben durchführen konnten. Die Wahrnehmungen hören, sehen und fühlen wurden sofort aktiviert. Es tat so gut Gefühle wieder ausdrücken zu können. Wir probierten Angst, Panik, Mutlosigkeit, Ärger, Wut und Freude über die Trommel aufleben zu lassen. Gerade während der Pandemiezeit sind einige in depressive Stimmungen geraten und es tat so gut wieder in einer Gruppe zu sein. Gemeinsam zu essen und auszutauschen brachte wieder Mut und Orientierung. 

Danach fanden wir einen Raum in dem wir uns wöchentlich wieder treffen konnten. Es wurde viel Kraft aufgewandt um wieder ins Gleichgewicht zu kommen, Stabilität zu erlangen und an den erreichten Stand anzuknüpfen. 

Im Juli hat ein Gruppenmitglied an der Weiterbildung "Bevor der Kragen platzt - Konflikte offen kommunizieren" teilgenommen. Es wurde der konstruktive Umgang mit eigenem und Gruppenärger reflektiert bzw. Strategien zu einer Änderung erarbeitet. 

Mitte August führten wir unser Sommerfest durch.

Dann ging es an die Vorbereitung des Workshops in Struppen. Viele Bedenken wurden angesprochen, besonders zum Quartier, wie groß sind die Zimmer und der Außenbereich. Das alles vorher zu wissen schafft Orientierung und Sicherheit. Schon dabei war ein großes Potenzial an Konfrontation gegeben (näheres siehe Workshopbericht). Der Workshop war für die Gruppe ein großer Erfolg und es wurde der Beschluß gefasst, das nächstes Jahr wieder zu tun.

Im Oktober sind einige Gruppenmitglieder in die Kulturfabrik nach Hoyerswerda gefahren. Dort wurde ein Trommelworkshop zu den Gesundheitstagen angeboten. In unseren Gruppenrunden binden wir nun wieder Achtsamkeit und Wahrnehmungsübungen ein.

Mit einem kleinen adventlichen Zusammensein und dem Basteln von Perlensternen beendeten wir das Jahr. 

Durch den angemieteten Gruppenraum und die erforderlichen Tests war es möglich, dass wir uns nach den bestehenden Regeln jede Woche sehen konnten. 

Wir möchten uns bei der Krankenkasse für die finanzielle Unterstützung bedanken und hoffen, dass wir auch im nächsten Jahr wieder ein aktives Gruppenleben gestalten können. 

 

Workshop in Struppen OT Naundorf vom 03.09. - 05.09.2021

Es war sehr schwer in der langen Coronazeit die Gruppe zusammenzuhalten. Ständig mussten wir uns an anderen Orten treffen und oft auch zu anderen Zeiten. Dennoch haben wir immer wieder versucht, den Kontakt untereinander zu halten und uns in schwierigen Situationen gegenseitig zu stützen. So war der Workshop, den wir in Naundorf bei Struppen durchführten, eine gute Gelegenheit, das Gruppenleben wieder zu festigen und verloren gegangene Fähigkeiten zu aktivieren.

Pünktlich Freitag setzten sich zwei Pkw in Bewegung und brachten die Gruppenmitglieder in unser gebuchtes Workshopquartier. Dort wurden die Zimmer bezogen. Da es Zweibettzimmer waren, wurde geklärt, wer mit wem dieses Zimmer teilt. So kamen schon viele Bedürfnisse, die geäußert werden mussten, zutage (Fenster offen oder zu, hell oder dunkel im Zimmer, schlafen mit jemandem der schnarcht). Alles musste bedacht werden. Aber ganz ohne Schwierigkeiten hat jeder den richtigen Zimmerpartner gefunden. 

Mit dem Lied "Froh zu sein bedarf es wenig" begannen wir diesen Workshop. Danach folgte Blitzlicht. Jeder Teilnehmer berichtete, wie es ihm im "HIER" und "JETZT" geht. Mit welchen Gedanken er zu diesem Workshop gekommen ist. Welche Wünsche hat er und welche Sicherheiten braucht er, um mit wenig Anspannung durch die Tage zu kommen. Danach wurde von den Gruppenmitgliedern gemeinsam das Abendbrot angerichtet und gegessen. Schon das war für einige ungewohnt. Für jemanden, der allein lebt, war es schön mal in der Gruppe zu essen. Anderen dagegen war die Tischrunde mit so viel Bewegung ungewohnt.

Für das Abendprogramm haben wir uns einen Spaziergang in der Umgebung vorgenommen. Danach gab es noch eine Gruppenspielrunde. Beendet haben wir den Tag mit der CD Traumreise. Es suchte sich jeder eine gute Position im Raum und versuchte zu entspannen, den Tag und die Anstrengungen loszulassen. 

Den Samstag haben wir mit Frühsport im Freien begonnen. Ein Gruppenmitglied gab Übungen vor, die alle nach ihren Möglichkeiten nachturnten. Dann ging es an den Frühstückstisch, der vorher schon gedeckt und vorbereitet wurde. Schon beim Essen wurde vieles besprochen und wir spürten, dass es ein gutes Miteinander war. Da wir schönes Wetter hatten, wurden auch die Wahrnehmung und Achtsamkeit ins Freie verlegt. Auf Blüten, Blättern und Bäumen war noch der Tau von der Nacht zu sehen. Das zu sehen und zu erfühlen war die Aufgabe dabei. Es wurden Spinnennetze mal ganz genau betrachtet. Auch der Boden unter den Füßen wurde intensiver wahrgenommen. Wir haben versucht, den Blick auf das gegenüberstehende Gruppenmitglied zu fokussieren und wieder ins Weite schweifen zu lassen.

Danach ging es in den für uns bereitgestellten Gruppenraum zur ersten Arbeitsstunde. Als Thema für diese Tage hatten wir uns "Was der Seele gut tut" festgelegt. Zum Einstieg schrieb jeder in seinen Workshophefter positive und negative Eigenschaften von sich selbst. War es immer gleich wie ich mich empfinde und wie das die Gruppe sah? Wir versuchten dann festzulegen, so wie ich bin, bin ich ok, mit all den Schwächen, Stärken und Meinungen werde ich angenommen. Genauer schauten wir uns folgende Fragen an:

  • Mit wem kann ich gut reden?
  • Wie werde ich aktiv?
  • Habe ich Freunde? Wenn nicht, voran liegt es?
  • Fällt es mir schwer, Fähigkeiten aufzufrischen oder neue zu lernen? 

Mit den Worten von Einstein: "Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim alten zu lassen und zu hoffen, dass sich etwas ändert" beendeten wir unsere lebendige, fast zweistündige Arbeitsrunde. Danach gab es eine Pause, die jeder für sich nutzte. 

Nach dem gemeinsamen Mittagessen trafen wir uns an den beiden Pkw. Wir hatten ein Konfrontationstraining auf die Festung Königstein geplant. Bis zum dortigen Parkhaus wurden wir gebracht und dann ging es zu Fuß nach oben. Nicht jedem ist es leichtgefallen. Für ein Gruppenmitglied war es eine körperlich große Anstrengung nach oben zu steigen. Für ein anderes war die Konfrontation mit vorbeilaufenden Hunden eine große Herausforderung. Beide haben es in der Gruppe, die auch immer Mut machte, geschafft. 

Dann ging es mit dem Fahrstuhl weiter bis zur Festung hoch. Durch Corona war der Betrieb des Fahrstuhls eingeschränkt. Aber mit ein paar netten Worten war der Fahrstuhlführer bereit, uns mit nach oben zu nehmen. Unterwegs kam jedoch von ihm die Frage, ob er auch den Fahrstuhl mal kurz anhalten soll. Doch hier hat er wohl die Angst von uns allen gespürt. Wir waren froh als wir oben angekommen sind und alle wieder aussteigen konnten. Schön war auch, dass er uns im Fahrstuhl von der Maskenpflicht befreite. Wir konnten in dieser Situation die Erfahrung machen, dass es auch Mitmenschen gibt, die unsere Störung nicht abwerten.

Nach einem gemeinsamen Rundgang mit eingebauten Konfrontationen gönnten wir uns eine Kaffeezeit. Dann ging es zurück zum Pkw und in unser Quartier. Nach einer kurzen Pause führten wir Übungen aus der Erlebnispädagogik durch. Diese sollten unsere Gruppendynamik festigen. So musste ein Ball mit kleinen Dachrinnenstücken über und unter Hindernissen in ein Ziel gebracht werden. Es mussten Bälle vor, hinter und entgegengesetzt vom Körper durchgegeben werden. Dabei gab es auch viel zu lachen. 

Nun war es schon ganz schön spät und es ging zum Abendbrot. Alle halfen und so war es schnell angerichtet. Es wurde viel erzählt, ausgetauscht und so war schnell eine Stunde rum. Wir haben uns die Zeit für uns einfach gegönnt. In unserer Abendrunde wurde der Tag ausgewertet. Jeder hatte etwas erreicht und konnte sich selbst auf die Schulter klopfen. Mit unserer Traumreisen-CD beendeten wir zufrieden diesen Tag. 

Der Sonntag begann wieder mit einem Morgensport. Jeder Teilnehmer durfte sich eine Übung wünschen und so waren alle Lebensgeister wieder geweckt. Nach dem Frühstück führten wir eine Übung zum Anspannen und Entspannen durch. Ein Ball wurde auf einem Schwungtuch in Bewegung gebracht. Er sollte kreisen, diagonal oder nach oben gebracht werden. 

Nun stand die zweite Gruppenrunde an und wir beschäftigten uns mit den Fragen:

  • Welche Menschen tun mir gut?
  • Was kann ich kreatives tun?
  • Wie kann ich entspannen?
  • Gelingt es mir um Hilfe zu bitten?

Zuletzt die Frage "Was bedeutet es auf mich aufzupassen?". Vieles wurde zusammengetragen was ich selbst für mich tun kann, damit es mir gut geht. 

Nach dieser Runde führten wir noch ein Blitzlicht durch. Es wurde die Frage gestellt: "Haben sich meine Erwartungen erfüllt und was hätte anders laufen können?". Von der Gruppe kam das Fazit:

  • es war eine gelungene Aktivität
  • wir konnten uns mit anderen Meinungen und Sichtweisen der Gruppenmitglieder intensiv auseinandersetzen
  • untereinander haben wir uns intensiver kennengelernt
  • die Vielfalt von Austausch, Bewegung und Wahrnehmungen füllten die Tage gut aus
  • gemeinsames Lachen hat uns allen sehr gut getan
  • es war intensiv und konstruktiv.

Als Anregung kam der Wunsch für ein noch intensiveres Arbeiten einen Therapeuten zu gewinnen.

Danke an alle Gruppenmitglieder für die schöne gemeinsame Zeit.

Danke, dass jeder mitgeholfen hat, dass der Tisch immer reichlich gedeckt war.

Danke für das Lachen miteinander.

Danke aber auch der AOK Plus für die Unterstützung, die unser Projekt erst möglich machte.

 

Trommelworkshop am 26.06.2021

Am 26.06.2021 führte die Angst und Panik Selbsthilfegruppe einen gemeinsamen Trommelworkshop mit vier weiteren Gruppen psychischer Erkrankungen durch. 

Es war ein großes Erlebnis für alle, nach der langen Coronazeit wieder etwas zusammen zu unternehmen und zu erleben.

Ab 9.00 Uhr gab es eine Zeit des "Ankommens". Es gab Kaffee und einen kleinen Snack. Um 9.30 Uhr ging es dann los. Herr Spencer, den wir schon von dem vergangenen Workshop kannten, eröffnete mit einer kurzen Einführung. Der größte Teil war in den letzten Jahren schon dabei und so brauchte er nicht allzu viel erklären. Jeder suchte sich die Trommel raus, die zu ihm passte. 

Es wurde zwischendurch auch immer wieder gewechselt. Es wurde erforscht, welche Klänge und Töne konnten wir dem Instrument entlocken. Es dauerte nicht lange und wir fanden uns taktmäßig zusammen. Die Wahrnehmung hören, sehen und fühlen wurde bei allen sofort aktiviert. Jeder Spieler gab einen unterschiedlichen Takt an, den alle dann nachspielen sollten. Es gab kein "Richtig" oder "Falsch", es ging nur darum miteinander etwas zu tun.

Mit verschiedenen orffschen Instrumenten experimentierten wir dann weiter und versuchten unterschiedliche Klänge harmonisch zusammenzustellen.

Dann gab es eine kurze Erholungspause.

Gerade Personen mit psychischen Erkrankungen fällt es oft schwer, Gefühle auszudrücken. Wir probierten wie sich Antriebslosigkeit anfühlt. Das kannten aus den vergangenen Wochen viele Teilnehmer und so war es nicht schwer dies auszudrücken. Auch das Gefühl Angst, Panik und Mutlosigkeit war nicht schwer. Jeder versuchte seine innere Mitte dabei zu finden. Das Gefühl von Ärger steigerten wir bis zur Wut. Es war für viele Teilnehmer erstaunlich, wie viel unterdrückte Wut so rausgelassen werden kann. Eine Teilnehmerin brach in Tränen aus. Sie hatte gelernt, dass Wut etwas sehr Böses ist und unterdrückte sie im "Hier" und "Jetzt". So schwierig es für sie war, auch mit sehr viel Angst untermauert, konnte sie jedoch feststellen, dass auch das Gefühl nach einer Zeit wieder abflacht und es erlösend ist, es auch zuzulassen.

Mit dem Gefühl "Freude" beendeten wir diese Übung. Es war sehr erstaunlich, wie schnell Freude weitergegeben wird und so entstand schnell ein einheitlicher Rhythmus und der Ausdruck sowie die Körperhaltung zueinander war freundlich und zugewandt.

Im letzten Teil versuchte jeder sich in einem vorgegebenen Takt zu integrieren. Wie kann ich den Schlagrhythmus verändern und trotzdem in dem Grundtakt bleiben. Es wurde ausprobiert mal laut, mal leise zu spielen und aufeinander zu hören.

Zum Schluss hat sich jeder die Frage gestellt, wie habe ich mich dabei gefühlt? Es kamen Antworten wie:

  • ich konnte mal alles Belastende vergessen
  • ich habe meinen Kopf frei bekommen
  • es war schön, Gemeinsamkeit zu spüren
  • ich konnte offen sein, nicht in mich eingesperrt
  • ich konnte mich ausprobieren und habe gemerkt, dass etwas in mir steckt
  • ich möchte so etwas wieder tun, es war eine gute Erfahrung.

Zufrieden konnten wir den Workshop beenden.

Ausklingen ließen wir ihn mit einem gemeinsamen Brunch. Jeder hatte etwas mitgebracht und das wurde zu einem kleinen Buffett zurechtgestellt. Dabei konnten sich die Gruppenmitglieder noch etwas besser kennenlernen und austauschen.

Es war wieder eine gelungene Aktivität und wir möchten uns bei der AOK für die finanzielle Unterstützung bedanken. Aber auch bei allen Beteiligten für die gute gemeinsame Zeit, für die Organisation von Räumen, dem Essen und allen anderen Vorbereitungen.

 

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Angst/Panik Hoyerswerda

Veröffentlicht am: 10.05.2022,      Kategorie: Psychosoziale Bereiche

In Hoyerswerda werden noch Gleichgesinnte für eine neue Selbsthilfegruppe "Angst/Panik" gesucht. Die Selbsthilfgruppe möchte gegenseitige Unterstützung im Alltag geben und den Umgang mit der Krankheit trainieren und lernen.

Die SHG Angst/Panik Hoyerswerda ist über das Büro der SKS in Hoyerswerda, Frau Bramborg, Tel. 03571/408365 oder E-Mail: sks-hoyerswerda@diakonie-st-martin.de zu erreichen.

 

Treffen Monat Mai 2022

Montag 23.05.22 10.00 Uhr

 

 

Borderline Bautzen

Veröffentlicht am: 10.05.2022,      Kategorie: Psychosoziale Bereiche

Sind Sie weiblich und haben eine diagnostizierte Borderline oder eine Persönlichkeitsstörung und möchten aktiv daran arbeiten, um den Alltag besser zu bewältigen, so bieten wir Ihnen die Hilfe in einer Selbsthilfegruppe an.

Für ratsuchende Angehörige stehen wir auch für ein informatives Gespräch gern zur Verfügung.

Wir treffen uns jeden Freitag um 15.00 Uhr. Treffen nur nach Voranmeldung bei Kontaktperson.

Kontakt über die Selbsthilfekontaktstelle: 03591/3515863.

weitere Informationen

 

Jahresbericht 2021

Bedingt durch Corona war es für die Gruppe ein sehr schweres Jahr. Wir waren oft durch die ständigen Telefonate überfordert und waren aber immer bemüht einen Weg zur Hilfe zu finden. Auch bei Ärzten und Therapeuten war es kaum möglich einen zusätzlichen Termin zu bekommen und wir fühlten uns oft alleingelassen. So mussten viele Krisenstunden gehalten werden und es galt einen Raum zu finden.

Wir waren sehr dankbar, dass uns eine Ergotherapie den Sportraum zur Verfügung stellte. Er war groß genug, so dass wir das Hygienekonzept auch einhalten konnten. Erleichtert waren wir, dass wir jede Woche zur gewohnten Zeit unser Treffen realisieren konnten. Oft reichte die Zeit nicht aus, um alle Probleme anzusprechen und Lösungswege aufzuzeigen. 

Froh waren wir, dass der Kontakt zu unserer Therapeutin aus Köln durchweg weiter bestanden hat. Sie stand uns in schwierigen Situationen telefonisch gern zur Seite. 

Aber es gab auch positive Dingen in dem Jahr. So beteiligten wir uns am Trommelworkshop, der von der Angst und Panik Gruppe organisiert wurde. Die Orientierung auf unseren Körper durch Achtsamkeit und Wahrnehmung gaben wieder neue Impulse. Die Gefühle, die durch den Leiter angesprochen wurden, konnten über die Instrumente gut zum Ausdruck gebracht werden. Ich denke, Wut und Ärger brachte vielen eine Erleichterung, sie loszulassen war an der Lautstärke und Vibration gut zu merken. 

In den Sommermonaten versuchten wir viel die Gruppenstunden ins Freie zu legen. So ist es uns gelungen, die Achtsamkeit und Wahrnehmung ständig zu üben. Viel Unterstützung bekamen wir auch durch die Ergotherapeuten, die uns in kleinen Gruppen mit Verordnungen zusätzlich unterstützten, welche dann über die Krankenkasse abgerechnet wurde. Ein Gruppenmitglied nahm im Juli an einer Weiterbildung in Dresden teil. Das Thema "Bevor der Kragen platzt" war genau unsere Gruppenthematik. Durch die Instabilität der Gruppenmitglieder kommt es immer wieder zu Schwierigkeiten in zwischenmenschlichen Beziehungen. Wie gehe ich mit den Konflikten um und wie kann eine Lösung aussehen, steht oft im Mittelpunkt unserer Gruppenstunden. 

Unseren Workshop mussten wir Corona bedingt auch wieder umgestalten. Für unsere Therapeutin aus Köln war es nicht möglich dabei zu sein. Wir verzichteten thematisch zu arbeiten und legten unser Augenmerk auf die Gruppenstabilität. So wurden Vertrauen stärkende und haltende Übungen durchgeführt. In der gemeinsamen Zeit brachte die Konfrontation, aber auch Mut und Verstehen untereinander, neue Impulse. Durch die Gestaltung unter der Rubrik "Erlebnispädagogik" wurde der Zusammenhalt gefestigt. 

Im September nahmen einige Gruppenmitglieder im Rahmen der Gesundheitswoche am Trommelworkshop in Hoyerswerda teil.

In der Adventszeit führten wir ein gemeinsames Plätzchenbacken durch. Eine kleine adventliche Stunde beschloss das Jahr. 

Sehr betroffen mussten wir am 30.12. noch hinnehmen, dass ein Gruppenmitglied (30 Jahre) am 22.12. verstorben ist. 

So wird der Anfang des neuen Jahres 2022 sicher nicht einfach und die erste Gruppenstunde wird durch diesen Verlust geprägt sein. Wir hoffen aber, dass das neue Jahr nicht wieder so anstrengend und Kräfte zehrend wird.

So möchten wir uns bei der Krankenkasse für die Unterstützung bedanken und hoffen diese auch im nächsten Jahr zu bekommen. 

 

 

Depression II Hoyerswerda

Veröffentlicht am: 10.05.2022,      Kategorie: Psychosoziale Bereiche

Treffen Monat Mai 2022

Im Monat Mai finden keine Treffen im Haus Bethesda statt.

 

Treffen Monat Juni 2022

Mittwoch 08.06.22 15.00 Uhr 
Mittwoch 22.06.22 15.00 Uhr

 

Depression III Hoyerswerda

Veröffentlicht am: 10.05.2022,      Kategorie: Psychosoziale Bereiche

weitere Informationen

Gruppentreffen finden - wenn nicht anders angegeben - im Haus Bethesda, Schulstraße 5 in Hoyerswerda statt.

 

Treffen Monat Mai 2022

Montag 16.05.22 16.30 Uhr
Montag 30.05.22 16.30 Uhr

 

 

Psychisch Kranke Hoyerswerda

Veröffentlicht am: 10.05.2022,      Kategorie: Psychosoziale Bereiche

Treffen Monat Mai 2022

Dienstag 10.05.22 16.00 Uhr
Dienstag 17.05.22 16.00 Uhr
Dienstag 24.05.22 16.00 Uhr
Dienstag 31.05.22 16.00 Uhr

 

Gruppentreffen finden im Haus Bethesda, Schulstraße 5 in Hoyerswerda statt.

 

 

 

Psychosomatische Störungen Hoyerswerda

Veröffentlicht am: 10.05.2022,      Kategorie: Psychosoziale Bereiche

Treffen:    14-tägig, Montag der ungeraden Kalenderwochen von 19.00 bis 21.00 Uhr, Raum Theaterboden

Ort:         Kulturfabrik Hoyerswerda e. V. im Bürgerzentrum Braugasse 1, 02977 Hoyerswerda

 

 

Soziale Phobie Gesprächskreis

Veröffentlicht am: 10.05.2022,      Kategorie: Psychosoziale Bereiche

Treffen: Die Gruppe trifft sich an jedem 2. und 4. Donnerstag im Monat um 16.00 Uhr im Frauenzentrum in der Steinstraße 15 in Bautzen.

Weitere Betroffene sind herzlich zu den kostenlosen Treffen willkommen.

Sollten Sie noch Fragen haben, melden Sie sich bitte im Büro der Selbsthilfekontaktstelle, Tel. 03591/3515863 oder E-Mail: sks-bautzen@diakonie-st-martin.de.

weitere Informationen

 

Konfrontationsbericht zur Alpaka-Wanderung 

Was Tiere uns lehren können!

Am 25.03.2021 traf sich unsere Selbsthilfegruppe in Tautewalde zur Wanderung mit Alpakas. Auf diesen Tag haben wir alle uns sehr gefreut. Dass er für jeden von uns voller Konfrontationen sein wird, haben wir so nicht gedacht.

Es fing bereits mit der Anfahrt zum Alpakahof an, bei der wir nach der Adresse fragen mussten, da auch Dr. Google offensichtlich nicht allwissend ist. Nach der kurzen Aufregung und dem Durcheinander empfing uns das Züchter-Ehepaar sehr nett, wodurch die Ängste des Kontaktes und Gesprächs mit fremden Personen recht schnell zerstreut wurden. Bei Kaffee und Kuchen wurden die nächsten Probleme deutlich sichtbar. Nicht jedem von uns viel es leicht den Moment zu genießen und dem unwillkürlichen "auf die Finger gucken" mit Gelassenheit zu begegnen. Das Ehepaar erzählte vieles Wissenswerte über ihre Arbeit, den Umgang mit Alpakas und beantwortete alle unsere Fragen sehr ausführlich. 

Auf dem Weg zum Gehege der Tiere wurden wir darauf hingewiesen, dass wir keine Berührungsängste zeigen dürfen, den Tieren zu verstehen geben müssen wer der Herr ist und sofern ein Tier stehen bleiben will insbesondere alle anderen weiter laufen sollen. Da waren sie wieder die Ängste! Der anfänglichen Vorfreude wichen Unsicherheit und Anspannung bei Einigen aus der Gruppe. Wir sollten zeigen wer der Herr ist! Bei einer Truppe die sich allesamt viel lieber im Hintergrund hält?!

Mit dem Anlegen des Geschirres durch den Züchter waren nicht alle Tiere einverstanden und brachten dies mit einem kurzen Tritt nach hinten zum Ausdruck. Leider standen zwei Gruppenmitglieder ungünstig und bekamen den Unmut zu spüren. Es war auf keinen Fall heftig oder schmerzhaft aber es genügte um aus dem Herren über das Tier Angsthasen zu machen und erst einmal den Rückzug anzutreten, was aber anfänglich nicht auffiel, da es weniger Tieren als Herren waren. So zogen wir los, teilweise entschlossen den Alpakas den Weg zu weisen. Bereits nach wenigen Metern bewiesen uns die Tiere, dass sie viel entschlossener und in der Herde einig waren.

Alpaka Benno setzte sich hin, die Gruppe blieb, entgegen dem Rat des Züchters, stehen und alle anderen Alpakas taten es Benno gleich. Wir hatten liebe Mühe die Tiere von der Notwendigkeit zum Weiterlaufen zu überzeugen. Die meiste Überzeugungsarbeit leisteten dabei die Leckerlis des Züchters. So ging es weiter bis wir die Hälfte des geplanten Weges geschafft hatten und die lieben Tierchen sich sattgefüttert wieder legten. Die meisten unserer Gruppe empfanden das als willkommene Pause. Zeit zur Entspannung für die Herren und die Tiere, Zeit zum Fühlen, Hören und Genießen. 

Doch nicht alle Mitglieder hatten Spaß daran, dass die Alpakas immer wieder stehen blieben. Die Gelassenheit der Tiere setzte sie unter Druck. Da aber inzwischen die Fronten geklärt waren, die Alpakas waren die Herren, blieb es nur das Gefühl der Unruhe auszuhalten, auch das ist Konfrontation.

Die Zeit drängte nun wirklich, wenn wir den Tieren für ihr Nachtlager das Gehege und nicht die Ortswege ermöglichen wollten. Spätestens auf dem Weg zurück fiel die Zurückhaltung der getretenen Mitglieder auf und da wir uns mit Konfrontationen helfen wollen, galt es sich zu überwinden und die Tiere wurden mit den Angsthasen konfrontiert - oder war es eher anders herum? Auf jeden Fall bedurfte es sehr viel Willensstärke, die wir großteils nun auch zu leisten im Stande waren, um die Alpakas zurück in ihr Gehege zu ziehen. Am Ende der Wanderung waren ausnahmslos alle zufrieden und glücklich, auch wenn nicht jeder das gesteckte Ziel erreicht hatte, die Alpakas Bruno, Benno und Co. jedoch sehr wohl.

Für die Mitglieder unserer Selbsthilfegruppe war das ein sehr anstrengender und lehrreicher Tag. Nicht zuletzt die Erfahrung, wie vorbehaltlos diese Tiere uns fremden Menschen begegnet sind, sondern auch die Tatsache, dass die Tiere unsere Gefühle wohl viel eher spürten, als dass sie uns selbst bewusst wurden. 

Wir bedanken uns dafür, diese Erfahrung haben machen zu können.

 

Bericht Selbsthilfegruppe Soziale Phobie und Angst

Schwerpunkt:    

- Konfrontationstraining
- mit Ängsten umgehen lernen
- Gefühle aushalten

Unsere Selbsthilfegruppe hat sich das Ziel gesetzt, mit dem Zug nach Dresden zu fahren, um das DDR-Museum zu besuchen.

Konfrontation bedeutet zu üben, mit bestimmten Situationen umgehen zu können, statt sie zu vermeiden. Das Leben von Soziaphobikern ist geprägt von Ängsten im Ungang zu Mitmenschen und bestimmten Situationen. Sie leiden unter Minderwertigkeitskomplexen, geringem Selbstwertgefühl, Versagensängsten und benehmen sich überangepasst, um nicht negativ aufzufallen. Das führt zu einer hohen körperlichen Anspannung, zu Herzrasen, Zittern, Erröten, Übelkeit und Ähnlichem. Im Vordergrund steht die Angst, dass Andere diese Symptome bemerken könnten. Das auszuhalten ist sehr schwierig, weshalb solche Situationen lieber vermieden werden.

Die Mehrzahl in unserer Gruppe ist Jahrzehnte nicht mehr mit dem Zug gefahren und trauen es sich allein nicht zu. Die Gruppe gibt uns etwas Sicherheit, es gemeinsam auszuhalten und bisherige Vermeidungen zu bewältigen. Noch bevor der Zug einfuhr, bemerkten wir bei einigen Teilnehmern starke Nervosität. Darauf angesprochen, wurde die Angst deutlich, dass der enge Kontakt im Zug mit fremden Menschen ein großes Problem darstellt. Ein Schlüsselerlebnis ergab sich, als jemand aus der Gruppe zur Toilette musste. Den schmalen Gang entlang und an den fremden Menschen vorbei war schon eine Herausforderung aber dann stand derjenige vor der Toilettentür und bekam sie nicht auf. Er merkte, wie er hochrot wurde und zu zittern anfing weil das so peinlich war. Die Gedanken waren, alle schauen auf mich, ich bin zu dumm, diese Tür aufzubekommen. Eine Frau sagte dann, dass man die Tür aufschieben muss und er ist in den Toilettenraum förmlich geflüchtet, um sich zu beruhigen.

Im Museum selbst hatten wir Angst das Ticket zu bezahlen. Es könnte ja irgendetwas falsch gemacht werden. Aber dann kamen so viele positive Eindrücke auf uns zu im Austausch mit den Anderen: "Kannst du dich daran erinnern", "Schau mal da" und "Kennst du das noch". Wir waren alle abgelenkt und haben in Erinnerungen geschwelgt. Diese Gefühle zuzulassen war eine schöne Erfahrung für uns alle. Sie ließ uns eine Zeit lang unsere Ängste vergessen. Wir waren gelöst und beim Verlassen des Museums erstaunt, wie gut wir die bisherigen Konfrontationen gemeinsam bewältigt haben. 

Die nächste Herausforderung war es, ins Cafe zu gehen und einen kleinen Imbiss einzunehmen. Schon beim Eintreten und bei der Platzwahl kamen wir wieder ins Schwitzen, das Herz raste und das Sprechen fiel schwer. In der Öffentlichkeit dann zu essen und zu trinken war für einige Teilnehmer sehr schwierig. In der Gewissheit, dass es einigen aus der Gruppe ähnlich geht, haben sich alle darauf eingelassen. Gemeinsam konnten wir den Kaffee genießen.

Die Rückfahrt haben wir genutzt um uns auszutauschen, über Empfindungen und Eindrücke zu reden. Es war für jeden einzelnen Teilnehmer eine neue Erfahrung, Ängste auszuhalten, sich diesen zu stellen und dadurch Freude, Genuss und Stolz auf die Bewältigung zu empfinden. Es wurde allen deutlich, wie wichtig uns die Gruppe, deren Zusammenhalt und dieses Konfrontationstraining ist. Es ist ein langwieriger Prozess, diese erlernten Vermeidungshaltungen aufzugeben, um zukünftig Konfrontationen allein zu bewältigen. Um so wichtiger ist es für uns alle, gemeinsam weiter daran zu arbeiten.

 

 

Trauercafe Sohland an der Spree

Veröffentlicht am: 10.05.2022,      Kategorie: Psychosoziale Bereiche

Am 1. Donnerstag im Monat von 16.00 bis 18.00 Uhr treffen wir uns im Evangelischen Kirchgemeindehaus Sohland a. d. Spree, Am Markt 17 (hinter dem Pfarrhaus).

Treffen:  02.06.2022

In den Monaten Juli und August ist Sommerpause.

Willkommen sind alle, die mit einem Verlust leben müssen, zu Gespräch, Austausch und gegenseitigem Beistand.

Wir bitten um telefonische Anmeldung unter Tel. 035936/37750.

 

 

 

 

Trauerkreis Bautzen

Veröffentlicht am: 10.05.2022,      Kategorie: Psychosoziale Bereiche

Treff:  16.00 - 18.00 Uhr im Haus der Diakonie in der Karl-Liebknecht-Straße 16 in Bautzen

Offenes Angebot "Trauercafe" mit gemeinsamen Gesprächen für Trauernde. Parallel dazu findet der Kindertrauerkreis statt. Herzliche Einladung.

Für einen persönlichen Kontakt wählen Sie bitte Tel. 03591/481624, Diakonie Bautzen

Informationen SHG: Tel. 035938/50875