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News beginnend mit A

Angst/Panik Bautzen

Veröffentlicht am: 02.06.2021,      Kategorie: Psychosoziale Bereiche

Jahresbericht 2020

Dieses Jahr war durch Corona alles etwas anders. Wir haben trotzdem versucht unser Gruppenleben aktiv zu gestalten.

Jeden Dienstag von 17.00 - 19.00 Uhr war unser Treffen. Ganz wichtig ist immer der Austausch untereinander. Welche Probleme und Schwierigkeiten sind aufgetreten und wie wurden sie bewältigt. Es wurde nach Lösungswegen gesucht bzw. wir betrachteten Probleme von mehreren Seiten. Das gibt dem Betroffenen immer die Möglichkeit, den Weg einzuschlagen, der für ihn selbst stimmig ist.

In unserem Gruppentreffen bauten wir auch Atemübungen, Achtsamkeits- und Wahrnehmungsübungen ein. Als festen Abschluss hat sich ein Abschnitt aus dem Buch "Vom Kopf ins Herz" bewährt.

Außer den Gruppenstunden haben wir folgende Aktivitäten durchgeführt:

Am 12.03.2020 hat sich die Gruppe in Rothenburg in der Sozialschule vorgestellt. Wir waren erstaunt, dass doch viele Fragen kamen und das Interesse auch bei den Jugendlichen sehr groß war.

Im Juni 2020 fand ein Konfrontationstraining statt. Jeder der Gruppenmitglieder musste zu einem bestimmten Ort gelangen. Dabei sollte jeder für sich sorgen. Wie komme ich hin, welche Unterstützung brauche ich und wem vertraue ich mich an. Es war ein gelungenes Projekt. Am Ziel angekommen, wurde gegrillt und gemütlich miteinander gegessen.

Am 05.09.2020 führten wir einen Trommelworkshop durch. Dazu haben wir Mitglieder von verschiedenen Gruppen mit eingeladen. Auch das war ein Erfolg und so lernten wir auch die anderen Gruppen etwas näher kennen. Dies wollen wir auch im nächsten Jahr wieder durchführen.

Im Oktober beteiligten wir uns am Selbsthilfegruppen-Tag in Bautzen.

Unser Jahresabschluss musste dieses Jahr das Adventskranz binden sein. Durch Corona ist ein Treffen nun nicht mehr möglich.

Über das Handy sind wir aber alle miteinander verbunden. Und so wird auch sehr viel telefoniert und wir hoffen, dass wir so gut über diese Zeit kommen.

Für die Unterstützung durch die Krankenkasse möchten wir uns ganz herzlich bedanken.

 

Bericht über Trommelworkshop in Bautzen

Am 05.09.2020 führten die Selbsthilfegruppen Depression, Borderline-Persönlichkeitsstörung, Soziale Phobie und Angst und Panik einen gemeinsamen Trommelworkshop durch.

Pünktlich um 10.00 Uhr ging es los. Wir haben dazu Herrn Spencer aus Hoyerswerda eingeladen. Er stellte uns die verschiedenen Trommeln vor und zeigte uns wie diese gespielt werden. Jeder konnte sich dann ein Instrument aussuchen und sich darauf versuchen. Es sollte zur Person passen. Bei Bedarf konnte es auch getauscht werden.

Einige Gruppenmitglieder hatten vom vergangenen Workshop ihre Erfahrungen und so fiel es den anderen leichter, sich einzubringen. Jeder spielte so gut er konnte, es gab kein "Richtig" oder "Falsch", sondern es ging nur um die Freude und um ein miteinander.

Vieles wurde ausprobiert. Jeder sollte einen Takt vorgeben, der von allen nachgespielt wurde. Es wurde laut und leise gespielt. Wir versuchten alle einen Takt durchlaufend mitzuspielen, aber es konnte auch jeder diesen verändern. Das förderte die Gemeinschaft und eine Verbundheit untereinander.

Dann stellten wir die Trommeln zur Seite und Herr Spencer gab jedem ein Instrument das in die Kategorie der Orffschen- bzw. Percussion Instrumente zählt. So kamen zum Beispiel Klanghölzer, Triangel, Glocken und Schellen zum Einsatz. Mit geschlossenen Augen versuchte sich jeder mit verschiedenen Tönen in einem Spiel mit einzubringen. Dabei wurden die Achtsamkeit und die Wahrnehmung bei uns aktiviert. Durch die unterschiedlichen Instrumente entstand ein Geräusch wie in einem Urwald. Es wurde sogar gewagt Tierstimmen zu kopieren. Selbst Herr Spencer war erstaunt was wir hier gemeinsam zustande gebracht haben. Es war auch eine Übung, die Entspannung in uns auslöste, die wir auch spüren konnten.

Danach ging es wieder an die Trommeln und darum Gefühle und Emotionen auszudrücken. Wie soll das aber funktionieren, haben sich einige Teilnehmer gefragt und waren erstaunt, wenn sie sich darauf einlassen konnten. Bei dem Gefühl "Gelassenheit" war jeder in sich gekehrt und suchte seine Mitte. Wut und Ärger wurden durch lautes und starkes Trommeln ausgedrückt, es wurde etwas losgelassen. Und dieses auf eine Art und Weise, die keinem schadet. Erstaunlich war, das beim Gefühl "Freude" erst alle allein versuchten es irgendwie zu erreichen, aber das immer mehr in den gleichenTakt kamen, sich aufrichteten und in die Runde durch Lächeln Kontakt aufnahmen. Ich denke das sind auch drei gute Erfahrungen die jeder mitgenommen hat.

Zur Lockerung versuchten wir ein Gewitter darzustellen. Blitz, Donner und Regen wurden auf die Trommeln übertragen. Um wieder etwas zur Ruhe zu kommen, teilte Herr Spencer dann die Boomwhackers aus. Das sind Plasterohre, die durch verschiedene Längen unterschiedliche Töne durch anschlagen erzeugen. Mit diesen konnten wir ganz präzise Rhythmen schlagen und kamen wieder in einen schönen gemeinsamen Einklang.

Im letzten Teil sollte jeder mal versuchen ein Stück Gruppenleitung zu übernehmen. Es sollte immer ein anderes Gruppenmitglied in den Kreis gehen um das Spielen zu unterbrechen und wieder neu beginnen. Es war eine große Leistung von den Teilnehmern der Selbsthilfegruppen, dass sich auch welche trauten, die sonst sehr still und angepasst in den Gruppen sind.

Zum Abschluss gab es noch einmal einen richtigen Trommelwirbel. Jeder gab nochmal alles um einen guten Abschluss zu finden.

Für das gemeinsame Mittagessen und Kaffeetrinken brachte jeder von den Gruppenmitgliedern etwas mit und Frau Metasch bereitete daraus ein schönes Buffet an dem sich jeder bedienen konnte.

Ganz herzlichen Dank bei allen die mitgewirkt haben, dass wir gemeinsam diesen schönen Tag erleben durften. Es hat uns gezeigt, dass wir mit unseren Störungen nicht allein sind und gemeinsam viel bewirken können.

 

weitere Informationen

Angst/Panik Hoyerswerda

Veröffentlicht am: 02.06.2021,      Kategorie: Psychosoziale Bereiche

In Hoyerswerda werden noch Gleichgesinnte für eine neue Selbsthilfegruppe "Angst/Panik" gesucht. Die Selbsthilfgruppe möchte gegenseitige Unterstützung im Alltag geben und den Umgang mit der Krankheit trainieren und lernen.

Die SHG Angst/Panik Hoyerswerda ist über das Büro der SKS in Hoyerswerda, Frau Bramborg, Tel. 03571/408365 oder E-Mail: sks-hoyerswerda@diakonie-st-martin.de zu erreichen.

 

Treffen Monat Juni 2021

Montag 14.06.21 10.00 Uhr
Montag 28.06.21 10.00 Uhr